40 Jahren Ladenbau
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Ladenbau von Korte Einrichtungen
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Vor 40 Jahren verkaufte Rainer Korte seinen ersten Bäckerladen – und hat seitdem viele Betriebe auf ihrem Weg begleitet. Ob man zum Unternehmer oder nur zum Manager geboren ist, zeigt sich oft, wenn ein Sache auf Messers Schneide steht. Nicht anders bei Rainer Korte.

1996 war er noch geschäftsführender Gesellschafter beim schwer angeschlagenen Ladenbauer Maier & Pistor. Das große Unternehmen hatte den Wandel nach den goldenen Jahren der Sonderkonjunktur durch den Fall der Mauer nicht geschafft. Korte, auch entnervt von unterschiedlichen Auffassungen unter den Gesellschaftern, war auf dem Absprung, als der Anstellungsvertrag als Geschäftsführer auslief.

Ziel: Weg vom Ladenbau und zusammen mit seinem Sohn Thomas eine eigene Unternehmensberatung für Bäcker aufbauen. Dass es heute keine Korte-Erfakreise gibt, ist auf die Überzeugungsarbeit einiger Mitarbeiter im Maier & Pistor Werk in Kürten zurückzuführen. Als die erfuhren, dass eine Beratungsgesellschaft die Schließung ihres Werkes vorgeschlagen hatte, appellierten sie an das Stehvermögen des Chefs: „Herr Korte, jetzt können nur noch Sie uns helfen.“ Ergebnis des Appells: Im Januar 1997 übernahmen Rainer Korte und sein Sohn Thomas in Kürten das kleinste Werk der Firmengruppe und gründeten die Korte Einrichtungen GmbH, die heute wieder zu den wichtigsten Ladenbaupartnern des Lebensmittelhandwerks zählt.

 

Gespür für Markt-Entwicklungen

 

Wenn jemand 40 Jahre in einer Branche unterwegs ist, ist die Versuchung groß, ihm das Schild „Urgestein“ umzuhängen. Damit wäre aber auch eine gewisse Unbeweglichkeit verbunden und deshalb will das Etikett zu Korte nicht so recht passen. Der hat sich in seiner Karriere immer wieder auf Wegbegleiter wechselnde Märkte und neue Zielgruppen einstellen müssen – wie seine Kunden, die Bäcker, auch. Als Korte vor 40 Jahren beim Ladenbauer Pistor einstieg, war die erste verkaufte Bäckereieinrichtung eher ein Zufallsprodukt. Sein Geld machte Pistor vor allem mit der Einrichtung von Drogerien. Und hier erlebte Korte zum ersten Mal, wie in einem Markt die Mitte wegbricht: „Als ich anfing gab es noch 10.000 selbstständige Drogerien. Die wurden aber von unten durch Schlecker und Co., von oben durch die Parfümerien in die Zange genommen und verloren schnell ihre Marktbedeutung.“ Also orientierte man sich bei Pistor um, experimentierte etwas mit dem Thema Bäckerei und Café, widmete sich aber vor allem den mittelständischen Radio- und Fernsehhändlern. Auf diesem Markt zeigte sich aber bald die gleiche Entwicklung wie bei den Drogerien, Korte: „Wir richteten mit Pistor den ersten Saturnmarkt ein. Da wurde uns klar, wohin die Reise ging.“ Pistor war bis dahin über eine Kooperationstochter nur halb ernst auf dem Bäckermarkt unterwegs gewesen. 

Der Durchbruch kam mit dem Café Riese in Köln. Korte stellte das ehemals altmodische Café auf Brotgeschäft um und binnen kurzer Zeit schnellte der Umsatz von 1,2 auf 3,5 Millionen Mark hoch. Pistor hatte jetzt ein leuchtendes Referenzobjekt und im neuen Bäckermarkt zeigte sich eine Chance. Die damals etablierten Ladenbauer hatten den Café-Markt vernachlässigt und in diese Lücke stieß Pistor hinein. Gleichzeitig begannen Mitte der 70-er Jahre viele Bäcker mit der Filialisierung, ein Eldorado für Ladenbauer.1987 fusionierte Pistor mit dem etablierten Ladenbauer Maier, 1990 hatte Maier & Pistor Wescho den Rang abgelaufen und einem weiteren Wachstum schienen kaum Grenzen gesetzt. Das galt besonders, weil mit der deutschen Einheit eine Sonderkonjunktur über die Bäckereizulieferer hereinbrach. Der Außendienst holte die Aufträge scheinbar mühelos herein, Maier & Pistor eröffnete Fertigungen, zum Schluss wurde an vier Standorten produziert.

Die Kapazitäten waren ab 1993 nicht mehr vernünftig auszulasten. Ab einer gewissen Unternehmensgröße verliert man an Individualität und Beweglichkeit. Aus diesem Grund schaffte es Maier & Pistor (man hatte auch noch die Ladenbaufirma Börcker in Haan / Düsseldorf übernommen) nicht, sich dem verändernden Markt anzupassen, was Korte mit der Firma Pistor mehrmals so gut gelungen war.

 

Nicht "Junior" und "Senior"

 

Bei Korte Einrichtungen treffen wir auf eine ungewöhnliche Führungs- struktur. Da Vater und Sohn das Unternehmen gemeinsam gegründet haben, gibt es weniger die klare Junior- und Seniorrollenverteilung wie in anderen Familienunternehmen. Beide Kortes arbeiten ausgesprochen vertriebsgeprägt - sicher auch eine Absicherung, weil so ja die wichtigen Kontakte in der Familie bleiben. Für seine Kunden ist Korte in den meisten Fällen weit mehr als Möbellieferant. Richtig verstandenes Ladenbau- geschäft ist zu einem guten Teil Unternehmens- und Unternehmerberatung – aus wohlverstandenem Eigeninteresse, denn Geschäftsbeziehungen halten nur dann langfristig, wenn der Kunde mit den Konzepten Erfolg hat. Kortes Grundsatz ist deshalb, den Kunden so weit möglich die Wahrheit zu sagen, was manchmal zu einer gewissen Überheblichkeit (Korte über Korte) führen kann. Sein Problem: „Es macht keinen Sinn, einem Kunden einen wunderschönen Gastroladen zu bauen, wenn er nicht in der Lage ist, ihn vernünftig zu managen. Die Enttäuschung ist dann vorprogrammiert.“

Anders als die Drogerien und Fernsehmärkte aus Kortes Anfangszeit haben es die Bäcker geschafft, auf wandelnde Märkte zu reagieren. Sie haben die Wachstumsbereiche Snack und Kaffee erkannt und agieren zur Freude ihres Lieferanten sehr beweglich. Eines hat aber die Interessenvertretung nach Ansicht Kortes versäumt: „Die Unternehmen sind modern, das Image des Berufes nicht. Wenn junge Menschen eine Bäcker- oder Verkäuferinnenausbildung beginnen möchten, werden Sie komisch angeschaut. Die Chancen des Berufs werden - vielleicht aus falsch verstandener Tradition - noch immer nicht richtig vermittelt.”

 

Trends erkennen

 

Mit dem Einstieg der Bäcker in die neuen Märkte haben sich auch die Halbwertszeiten von Konzepten reduziert. Was vor fünf Jahren vielleicht noch ging, wird heute kaum noch funktionieren. Kortes Erfahrungen:

 

  • Ein Ladenbackofen bringt keinen Kunden mehr in den Laden, warme Brötchen natürlich schon. Der Ofen muss aber nicht mehr so stehen, dass er komplett zu sehen ist
  • Ein Café ohne Außenplätze hat es heute sehr schwer – ebenso  wie ein Café, ohne breite Fensterfront. Wenn ein Wettbewerber zehn Meter Front hat, ist es sinnlos mit sechs Metern dagegen halten zu wollen
  • Straßenverkauf macht nur Sinn, wenn eine Verkäuferin komplett ausgelastet wird. Sonst lässt man Kunden warten, die ja besonders schnell bedient werden wollen. Außerdem besteht die Gefahr, dass der Bäcker durch den Straßenverkauf  seine eh schon angegriffene  Brotkompetenz schwächt

 

Beim für Ladenbauer ja eigentlich besonders schönen Thema Gastronomie ist Korte vorsichtig: „Wenn ein Bäcker anfängt, komplette Schnitzelgerichte für 6,50 Euro zu verkaufen, begibt er sich auf einen neuen Markt mit neuen Wettbewerbern. Manche Bäcker können das, viele aber auch nicht.“ Was er kann und was er nicht kann, hat Korte für sich jedenfalls entschieden: „Es reicht nicht, sich nur berichten zu lassen. In meinem Unternehmen will ich die Qualität noch beeinflussen können.“

 

Quelle: Backjournal

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