Interview mit Thomas Korte
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Die Einrichtung Ihres Verkaufsraums ist die Visitenkarte Ihres Unternehmens, mit ihr steht und fällt der Umsatz. Ein Spezialist auf dem Gebiet Ladenbau ist die Firma Korte Einrichtungen. Lesen Sie hier ein Interview mit dem Geschäftsführer Thomas Korte.

 

BackMedia: Herr Korte was empfehlen Sie, wenn jemand sein erstes Café eröffnet und nur ein begrenztes Budget zur Verfügung hat? Worauf sollte er besonderen Wert legen, wo kann man Kompromisse machen? 

Thomas Korte: Bei Ihrer Frage gehen Sie von einer Neugründung aus, denn für eine Geschäftsübernahme gelten andere Maßstäbe als für einen kompletten unternehmerischen Neustart. Man muss zunächst den passenden Standort haben, und geeignete Marktchancen für sich und sein Konzept sehen. Eine optimale Geschäftsausstattung kann nicht helfen, wenn die übrigen erfolgsabhängigen Faktoren nicht gegeben sind. Vorausgesetzt die eigene Qualität stimmt, der Standort ist ok., dann gilt es zu klären, wo liegen an diesem Standort die größten Chancen? Im Thekenverkauf oder aber bietet der Verzehrumsatz im Café die Möglichkeit für eine ausreichende Rendite? Von der Beantwortung alleine dieser Frage hängt es ab, wo ich mit meinem begrenzten Budget ansetzen muss. Wenn ich meinen Kunden keinen ansprechenden Verkaufsraum mit optimaler Warenpräsentation bieten kann, kann ich kein interessantes Verkaufsgeschäft auf die Reihe bringen. Wenn die Kühltheke in den Sommermonaten schnell die Leistung einstellt, weil ich die Investition für ein Top- Produkt gescheut habe, habe ich zweifellos am falschen Ende gespart. Auf der anderen Seite ist es aber möglich auch mit preisgünstigem Mobiliar zu beginnen, wenn der Rahmen begrenzt ist. Mit einer ansprechenden Dekoration, die sehr günstig sein kann, gelingt es einem guten Innenarchitekten ein interessantes Ambiente zu schaffen, in dem sich die Kunden wohlfühlen. 

 

BackMedia: Welche Materialien sind nach wie vor gefragt? Gibt es einen Trend zu hochwertigeren Materialien oder steht nach wie vor der Preis im Vordergrund bei der Materialwahl? 

Thomas Korte: Der Trend zu höherwertigen und natürlichen Materialien ist nach wie vor ungebrochen. Edelstahl, lackiertes Glas und Granit finden sehr häufig Anwendung. Aber in sehr starkem Maße beeinflusst auch das zur Verfügung stehende Budget die Materialauswahl, so dass häufig aus Preisgründen auf den Einsatz von Naturhölzern bei der Gestaltung verzichtet wird. Allerdings haben wir den Eindruck, dass die Zeit der „Geiz ist Geil“ Philosophie für die Kaufentscheidung immer weniger eine Rolle spielt. Wer von seinen Kunden qualitativ hochwertige Backwaren zu einem fairen Preis verkaufen möchte, sollte mit einem geeigneten Ambiente die Voraussetzung dafür schaffen. 

 

BackMedia: Dasselbe gilt auch für die allgemeine Ausstattung und die Dekoration – herrscht da Sparzwang oder sind die Kosten egal? 

Thomas Korte: Dekoration und Ausstattung wird heutzutage immer wichtiger. Starbucks hat den Slogan „Third place between home and Work“ geprägt, und wer möchte schon an einem ungemütlichen Ort auf eine Latte Macchiato verweilen. Aber Dekoration liegt auch - wie immer - im Auge des Betrachters. Es müssen ja nicht immer extrem teure Dekorelemente sein, sondern liebevoll zusammengetragene Bilder oder Dekorelemente verleihen einem Café sehr schnell eine persönliche Note. Wichtig ist: Es sollte niemals nur dem Inhaber gefallen sondern stets einem breiten Publikum. 

 

BackMedia: Was ist bei der Gestaltung eines Cafés besonders zu beachten? 

Thomas Korte: Im Hinblick auf die Gestaltung ist die Möblierung natürlich von extremer Bedeutung. Sie prägt das Bild und gibt in entscheidendem Maße die gewünschte Atmosphäre vor. Deshalb ist es die wichtigste Aufgabe des Unternehmers sich über die Zielgruppe Gedanken zu machen. Gestaltung und Ambiente müssen genauso wie die Sortimentszusammensetzung auf die Zielgruppe ausgerichtet sein. Wer das Ziel nicht kennt, kann den Weg, d.h. die richtige Gestaltung und Atmosphäre nicht schaffen. 

 

BackMedia: Worauf kommt es bei einem guten Kaffeekonzept aus Sicht des Ladenbauers an bzw. wie und wo kommt bei einem Kaffeekonzept der Ladenbau ins Spiel? 

Thomas Korte: Der Trend zu den Kaffee-Spezialitäten bleibt ungebrochen. Schon heute gehört der Cappuccino zu den bevorzugten Getränken in Deutschland, wobei der Filterkaffee rückläufig ist. Vor einigen Jahren wären nur wenige Kunden bereit gewesen, für einen Becher Kaffee oder auch eine Tasse Kaffee zwei bis vier Euro auszugeben. Aber seitdem die Bohne boomt ist des deutschen liebstes Heißgetränk nicht länger kalter Kaffee, sondern ultimativer Trend und das gilt nicht nur für das jüngere Publikum. Für die Ladengestaltung ist es wichtig, die Ware und damit auch den Kaffee in Szene zu setzen. Hierbei kommt der Position der Kaffeemaschine eine besondere Bedeutung zu. Es ist immer wieder zu beobachten, wie die Kunden, die ein Café betreten, die Kaffeemaschine „suchen“. Viele Betriebe bieten den Kaffee und ihre Produkte in Selbstbedienung oder Teilselbstbedienung an. Bei diesem Geschäftstyp ist es unerlässlich, eine gut lesbare Preis- und Informationsmöglichkeit für den sich orientierenden Kunden zu schaffen. Nur wenn der Kunde sich vor seiner Entscheidung optimal informieren kann, wird er sich für das Produkt seiner Wahl entscheiden. 

 

BackMedia: Was darf in der Kaffee-Zubereitungsecke nie fehlen? Wie sieht es z.B. mit beheizbaren Tassenauszügen aus? Sind sie nur beim Gebrauch einer Siebträgermaschine nötig oder machen Sie Ihrer Meinung nach immer Sinn? 

Thomas Korte: Bei einer Siebträgermaschinedarf eine Sudschublade mit entsprechender Klopfstange nie fehlen. Sie ist beim Einsatz eines Halbautomaten für den Arbeitsablauf unverzichtbar. Ein Komfort, der eine immer stärkere Bedeutung bekommt, ist die Beheizung der Tassenzüge. Aus Kostengründen greifen viele Betriebe jedoch nach wie vor auf die bewährten Tassentürme zurück. Allerdings sind die Tassentürme für die vielen Spezialitäten und die unterschiedlichen Tassengrößen nicht geeignet. Fazit: Guter Kaffee gehört in eine vorgewärmte Tasse! 

 

BackMedia: Was sind die Trends bei Sitzmöbeln? Welche Farben, Formen etc. werden sich Ihrer Meinung nach in Zukunft durchsetzen? 

Thomas Korte: Auch hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es ist zu beobachten, dass sich neue Vertiebskonzepte, wie z.B. die Mc Donald`s Tochter . McCafé auf eine eher klassische Möblierung besonnen haben. Sehr wichtig für die Auswahl der richtigen Sitzmöbel ist die Qualität der Bezugsstoffe. Hier ist zu berücksichtigen, dass Betriebe mit einer sehr starker Kundenfrequenz die Stoffe hinsichtlich ihrer Belastbarkeit prüfen müssen. Die weiße Polstergarnitur die hervorragend aussieht, besitzt in einem frequentierten Cafébetrieb nur eine kurze Lebensdauer. Jeansstoffe würden Farbe und Oberfläche in kurzer Zeit ruinieren. 

 

BackMedia: Wie viel Individualität (z.B. um auf Kundenwünsche einzugehen) ist bei Sitzmöbeln möglich? 

Thomas Korte: Prinzipiell sind den Wünschen des Kunden so gut wie keine Grenzen gesetzt. Insbesondere in der Gastronomie und in sogenannten „In- Lokalen“ werden immer wieder extravagante Sitzgelegenheiten erdacht und kreiert. Für den Investor gilt es zu überlegen, welche Zielgruppe soll angesprochen werden. Nach einer Marktanalyse besteht mehr als 50% der Besucher eines Cafébetriebes aus Kunden der Altersgruppe vierzig Jahre plus. Diese Gruppe wird stets eine eher „klassische Möblierung“ bevorzugen, obwohl ein attraktiver Lounge- Bereich nicht fehlen sollte. 

 

BackMedia: Welche Faktoren spielen beim Mobiliar eine Rolle? 

Thomas Korte: Sitzkomfort, Design, Belastbarkeit und der Preis sind häufig die entscheidenden Kriterien. Weiterhin ist natürlich die Zielgruppe von Bedeutung. Befindet sich das Café in der Nähe einer Schule, einer Universität, oder aber ist von Bürokundschaft mit einem starken Mittagsgeschäft auszugehen? Diese Fragen müssen und sollten die Möbelauswahl beeinflussen. 

 

BackMedia: Was ist mit Kunst- und Echtleder? 

Thomas Korte: Da Leder ein teures Material ist und durch Narben und Schäden auf Leder und die unregelmäßige Außenkontur einer Lederhaut die Verschnittkosten sehr hoch sind, wurde schon immer versucht, eine Lederoberfläche durch ein Substitutionsmaterial darzustellen. Kunstleder werden in fast allen Bereichen, wo auch Leder eingesetzt wird, verarbeitet. Optisch ist es den Herstellern sehr gut gelungen, eine Lederoberfläche zu imitieren. Die technischen Eigenschaften von Leder (Atmungsaktivität, Wasserdampfdurchlässigkeit etc.) werden von Kunstleder aber nicht annähernd erreicht. Daher ist Kunstleder bisher immer nur die preiswerte Alternative zu Echtleder. 

 

BackMedia: Welche Farben spielen generell die Hauptrolle - gab es starke Veränderungen bei Farbkombinationen oder – kontrasten? 

Thomas Korte: Hier ist, wie auch in den vergangenen Jahren, im Bereich der Cafés oder des Coffee-Shops ein Trend zu erdigen Farbtönen (alles was zur Kaffeebohne in Ihrer Vielfalt passt) zu erkennen. Den Genuss von Kaffee, in welchen Variationen auch immer, verbinden sehr vielen Kunden mit Gemütlichkeit und einer „Wohlfühl- Atmosphäre“. Die Firma Starbucks hat diesen Wunsch sehr geschickt in den eigenen Coffee- Shops umgesetzt. 

 

BackMedia: Hat sich etwas an der Formgebung der Theken geändert – lässt sich ein Trend zu geschwungenen oder runderen Formen ausmachen? 

Thomas Korte: Diese Frage lässt sich nicht allgemein beantworten. Es gibt durchaus Raumkonzepte wo nur eine geschwungene Theke passt. Gerade Theken haben aber in sehr vielen Fällen einen preislichen Vorteil und bieten zusätzlich die besseren Voraussetzungen für technische Einbauten. Grundsätzlich sollte ein Ladenbaukonzept immer ein „Maßanzug“ sein und muss insofern stets auf die besonderen Gegebenheiten eines Standortes angepasst werden. Eine Lösung die für einen Standort absolut die Richtige ist, kann in in einem anderen Ladenlokal komplett falsch sein. 

 

BackMedia: Welche Rolle spielt die Beleuchtung bei den Einrichtungen? 

Thomas Korte: Licht ist ein unverzichtbares und bedeutendes Gestaltungsmerkmal bei der Ladengestaltung. Die Ware, der Verkaufsraum werden Darsteller und Bühne. Im Verkaufsraum mit dem richtigen Licht die Produkte in Szene setzen, ist Aufgabe des Lichtspezialisten. Was nützt ein Top-Produkt, wenn es schlecht ausgeleuchtet und unbeachtet im Regal oder in der Theke liegt? Licht besteht aus Hell und Dunkel. Ein gleichmäßig ausgeleuchteter Verkaufsraum ist langweilig und monoton. Ohne Beleuchtunsakzente fehlt das Kauferlebnis, es fehlt die notwendige Atmosphäre. Für die Ausleuchtung der Backwaren ist die richtige Lichtfarbe von erheblicher Bedeutung. Hier sind immer wieder die größten Fehler zu finden. Das gleiche Brot im oberen Brotrost hat häufig ein völlig andere Farbe und ein anderes Aussehen, als das gleiche Brot eine Etage tiefer. Warum? Die Ausleuchtung ist nicht identisch! 

 

BackMedia: Wo liegen die Unterschiede im Allgemeinen aber auch bei Theke und Regal? 

Thomas Korte: Wie bereits bei der vorherigen Frage zum Ausdruck gebracht, unterscheiden wir zwischen der Produktausleuchtung und der Raumausleuchtung. Im Theken- und Regalbereich müssen Helligkeit und Lichtfarbe stimmen. Hier sind Natriumdampf-Lampen aufgrund des brillanten warmen Lichts, das die Backwaren optimal in Szene setzt und die Farben nicht verfälscht ideal. In regelmäßigen Abständen über der Gebäcktheke angebracht, sollten auf der Ware ca. 1.000 lx messbar sein. Halogenleuchten erzeugen ebenfalls ein brillantes Licht mit ausgewogener Farbwiedergabe, allerdings ist die Lichtfarbe mit ca. 3.200° Kelvin für Backwaren zu neutral. Nachteilig sind auch die hohen Betriebskosten, da Halogenleuchten ähnliche wie Glühlampen, den größten Teil der zugeführten Energie in Wärme verwandeln. Als Akzentbeleuchtung – für den Backofen oder bestimmte Produkte – sind Halogen- Niedervoltleuchten ideal. Die Beleuchtungsstärke sollte bei ca. 1.000 lx liegen, die Akzentbeleuchtung kann im Einzelfall 2.000 bis 4.000 lx betragen. Durch die intensive Beleuchtung in Regal und in Theke erhält der Arbeitsbereich der Verkäuferinnen mit ca. 500 lx damit auch optimale Bedingungen: Es entsteht eine angenehme, anregende und dynamische Arbeitsatmosphäre, die der Ermüdung entgegenwirkt und die Motivation fördert. Im Stehverzehr, Sitzbereich und Café würde mit Leuchtstofflampen die Atmosphäre nachteilig beeinträchtigt. Hier ist es entscheidend, eine Atmosphäre zu schaffen, bei der sich Kunden wohlfühlen und sich gerne im Objekt aufhalten. Die Beleuchtungsstärke kann mit ca. 150 lx warmheißer Lichtfarbe ruhig gedämpft werden und gemütlich wirken. Indirektes Licht mit gestreuter Lichtreflexion unterstreicht eine einladende Gesamtwirkung. Einzelne Halogenspots auf Dekor- Elemente oder Grafiken beleben das Ambiente. 

 

BackMedia: Wie gehen sie bei der Gestaltung der optimalen Lichtverhältnisse vor? 

Thomas Korte: Unser Unternehmen hat sehr viele Jahre mit verschiedenen Spezialunternehmen für die Ausleuchtung von Verkaufsräumen zusammen gearbeitet. Weil aber die farbliche Gestaltung und die Auswahl der Materialien im Hinblick auf ihre Reflektionswerte für die Lichtplanung sehr entscheidend sind, haben wir vor einigen Jahren eine eigene Abteilung mit Spezialisten aufgebaut. Unsere Innenarchitekten binden ihre Kollegen schon sehr früh in die Objektplanung ein, um schon bei der Angebotserstellung ein spezielles Lichtkonzept vorstellen zu können. Durch die Vielzahl von Caféeinrichtungen spielen in unserem Unternehmen dekorative Steh- Tisch, Wand – oder Deckenleuchten eine bedeutende Rolle. So schaffen wir es, nicht nur Verkaufsräume optimal in Szene zu setzen, sondern auch Oasen der Gemütlichkeit zu realisieren. 

  

Quelle: BackMedia

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